Peru – Arequipa

Rund 1000 km südlich von Lima und 100 km im Landesinneren liegt die Stadt Arequipa auf 2300 m Höhe. Wegen den vielen kolonialen Kirchen und Palästen aus weißem Vulkangestein wird Arequipa auch die „weiße Stadt“ genannt. Eine 18 stündige Busfahrt brachte uns über Nacht zu unserer ersten Station in den Anden. Die Reisebusse für Langstreckenfahrten in Peru sind ziemlich bequem. Die Terminals erinnern eher an einen Flughafen mit Checkin-Schalter und Gepäckkontrolle und im Bus werden Getränke und Speisen serviert. Das Entertainmentprogramm mit spanischsprachigen internationalen Filmen sorgt für eine ständige Beschallung bis spät in die Nacht hinein und ist ungemein schlafhindernd.

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Plaza de Armas

Arequipas zentraler Platz, die Plaza de Armas, spiegelt die Atmosphäre dieser entspannten und wunderschönen Stadt wieder. Der Platz wird von hunderten Tauben besiedelt, die sich über die Fütterung durch die einheimischen Kinder freuen. Im Hintergrund prägen die beiden Vulkane Misti (5820 m) und Chachani (6075 m) das Stadtbild.

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Mit Anna vor dem Vulkan Misti

 In unserem Hostel haben wir die Katalanin Anna kennengelernt, die gerade die Zeit zwischen ihrer Promotion in Mainz und ihrem nächsten Job für eine große Südamerikareise nutzt. Zusammen planten wir einen zweitägigen Ausflug zum sechs Busstunden entfernten Colca Canyon. Um flexibler in der Zeitplanung zu sein entschlossen wir uns, die Tour nicht über einen Veranstalter zu buchen, sondern selbst zu organisieren. Am nächsten Morgen starteten wir um 3 Uhr mit dem Bus auf eine Fahrt, die uns über eine 4000 m hohe Hochebene führte.

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Unser erster Halt im Colca Canyon war der Cruz del Condor. Ein Aussichtspukt am Rande des Canyons, von dem aus wir Andenkondore beobachten konnten. Der Andenkondor ist der größte flugfähige Vogel Amerikas, wiegt ausgewachsen 10 – 13 kg und hat eine Flügelspannweite von bis zu 3 m. Wir hatten das Glück während unseres Frühstücks mehrere Kondore beobachten zu können, die bis auf 15 m Entfernung an uns vorbeiflogen.

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 Von dem kleinen Dorf Cabanaconde (3300 m) aus begannen wir gegen 11 Uhr unsere zweitägige Canyon-Wanderung mit dem Abstieg hinunter an den Fluss Rio Colca. Bei Temperaturen um 30 °C verlief die 15 km lange Wanderung vorbei an Kakteen und einer ausgetrockneten Steinlandschaft. Die 1200 Höhenmeter bis zum Fluss, ausschließlich bergab, gingen gut in die Oberschenkel und ließen die Wasservorräte schnell schwinden. Der Weg überquerte den Fluss mit einer Hängebrücke und schlängelte sich auf der anderen Talseite oberhalb des Flusses entlang. Ein letzter Abstieg brachte uns mit einsetzendem Sonnenuntergang zur Oase Sangalle. Das satte Grün und die üppige Vegetation standen in krassem Gegensatz zur kargen Landschaft des Canyons. Hier konnten wir uns für umgerechnet 2,5 € pro Person mit einer kalten Dusche und einem warmen Bett von den Strapazen des ersten Wandertages erholen. Am nächsten Morgen begannen wir den Anstieg gegen 7:30 – etwas zu spät um noch den Schatten der steilen Canyon-Wände nutzen zu können. So wurde es eine ordentliche Quälerei die 1200 Höhenmeter (fast vier Mal die Höhe des Eiffelturms) wieder zu erklimmen und nach einer wohlverdienten Cola den Rückweg nach Arequipa anzutreten.

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Als kulinarisches Highlight hatten wir uns das hervorragend bewerte Restaurant Zig Zag ausgesucht. Nur dank Reservierung bekamen wir die Möglichkeit in dem peruanisch-schweizerisch geführten Restaurant zu speisen, welches für seine Fleischgerichte auf heißem Vulkanstein bekannt ist. Dementsprechend entschieden wir uns für eine Trilogia de carnes (Rind, Alpaka und Pute) mit fantastischen Soßen und Andenkartoffeln und einen Rotwein aus dem argentinischen Mendoza. Anna wählte mit Lomitos de res ein Rinderfilet in Senfsoße.

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