Peru – Bolivien – Titicacasee

Unser weiterer Reiseverlauf führte uns an den Titicacasee. Der auf über 3800 m höchstgelegene kommerziell schiffbare See der Welt unterteilt sich in einen peruanischen und einen bolivianischen Abschnitt. Auf der peruanischen Seite besuchten wir die, vor der Stadt Puno gelegenen, schwimmenden Inseln. Die Bewohner werden Urus genannt und leben auf über 50 einzelnen Inseln. Die größten Einnahmequelle der Bewohner ist neben der Fischerei der Tourismus, da täglich unzählige Boote die Touristen aus aller Welt vom Festland zu den Inseln bringen. Und so glich unser Aufenthalt dann auch eher einer Verkaufstour, als dem Besuch einer fremden Kultur.

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Nachdem unser Boot an einer der vielen gleichgestalteten Inseln festgemacht hatte, wurden wir von den Bewohnern begrüßt und durch einen Vortrag mit dem Bauprozess der schwimmenden Inseln vertraut gemacht. Hierfür hatte sich der „Präsident“ der Insel extra Zeit genommen und wir applaudierten ihm, so wie uns geheißen war. Damit endete leider auch schon der informative Teil des Besuchs und wir wurden nach einem kurzen Blick in die einfachen, aber mit PV-Strom ausgestatteten Hütten, zu den Verkaufsständen geführt. Hier wurde uns allerlei unnützer Krimskrams angeboten, was wir aber dankend ablehnten und uns lieber den Fischlöchern zuwandten. Durch diese Löcher im Schilf des Inselbodens können mit einer einfachen Angelschnur und einem Reiskorn als Köder die Fische unterhalb der Insel angelockt und gefangen werden. Als ein weiteres Highlight wurde uns die Fahrt mit dem inseleigenen „Mercedes“ nahegelegt, welche wir durch einen kleinen Aufpreis hätten genießen sollen. Bei dieser Art von Mercedes handelte es sich allerdings nicht um ein hochwertiges Auto, sondern um ein aus Schilf gebautes, mit einem Außenborder angetriebenen Schwimmplattform. Wir entschieden uns dagegen und fuhren lieber mit unserem ersten Boot zurück. So entkamen wir auch den wenig musikalischen Gesängen und Spendenaufforderungen der Kinder.

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Da die Stadt Puno neben den schwimmenden Inseln wenig zu bieten hat, sind wir noch am selben Tag über die Grenze und in die bolivianische Hafenstadt Copacabana gefahren. Dieses kleine, aber hübsche und doch ziemlich touristische Städtchen ist Ausgangspunkt für Ausflüge zu den beiden Inseln Isla del Sol (Sonneninsel) und Isla de la Luna (Mondinsel). Wir entschieden uns für eine Inselüberquerung mit Übernachtung in Yumani. Landschaftlich hat uns die Insel sehr gut gefallen und auch die ursprüngliche Lebensweise der Einheimischen, die hauptsächlich von Viehzucht existieren, hatte ihren Charme. Doch auch hier wusste man aus den Touristen Profit zu schlagen. Gefühlt alle drei Kilometer der Wanderung musste man eine Station passieren und einen Wegzoll entrichten.

Auch auf den Speisekarte war der Einfluss des Sees zu bemerken. Trucha, die Forelle gab es in unzähligen Zubereitungsvarianten und hat uns sehr gut geschmeckt.

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Trucha – Forelle aus dem Titicacasee
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