Bolivien – La Paz

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Fahrt nach La Paz

Von Copacabana aus brachte uns eine vierstündige Busfahrt in die inoffizielle Hauptstadt von Bolivien. Die Fahrt hätte durchaus kürzer dauern können, hätten wir nicht noch auf abenteuerliche Art und Weise einen Arm des Titicacasees überqueren müssen. Wir mussten dabei den Bus verlassen und wurden mit kleinen Motorbooten zum anderen Ufer gebracht, während der Bus über Blanken auf eine hölzerne Barke gefahren wurde.

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Wir erkundeten die Stadt zu Fuß und mit den drei Seilbahnlinien. Diese sind äußerst hilfreich, da die Stadt an den Talflanken des Rio Choqueyapu liegt und die einzelnen Stadtteile einen Höhenunterschied von bis zu 1000 m aufweisen. Dabei befinden sich die wohlhabenderen Stadtteile in den tieferen Lagen, die bis zu 10 °C wärmer sind. In La Paz hatte uns auch wieder der dichte Verkehr und die Luftverschmutzung eingeholt – liegt wohl an der Kessellage. Entsprechend dem Gewirr auf der Straße fand sich auch wenig Ordnung in den Strom- und Telefonleitungen, die wohl ein Graus für jeden Elektriker sein müssen. Dennoch faszinierten uns neben den diversen Märkten auch die Streetart und die traditionelle Kleidung der bolivianischen Frauen.

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Am nächsten Tag wagten wir uns an den Camino de la muerte – die Straße des Todes. Diese verbindet La Paz mit dem nordöstlich und deutlich tiefer gelegenen Dschungelgebiet. Bis zum Jahr 2006 war die Death Road die einzige Verbindung in die Yungas und aufgrund der engen Fahrspur und extrem steiler Abhänge ereigneten sich hier regelmäßig tödliche Unfälle. Im Schnitt ließen hier pro Jahr 200 – 300 Menschen ihr Leben. Seit eine Umgehungsstraße eröffnet ist, wird die Death Road hauptsächlich touristisch genutzt und downhill Abfahrten auf dem Mountainbike sind besonders beliebt. Ausgestatten mit Gelenkschützern, Handschuhen, Integralhelmen und Schutzkleidung starteten wir mit unserer Gruppe auf 4650 m Höhe. Die ersten Kilometer verliefen noch auf asphaltierter Straße, bevor die Hauptattraktion, eine unbefestigte Schotterpiste, begann. Die anspruchsvolle Strecke verlangte viel Aufmerksamkeit und ordentlich Ausdauer. Auf 1200 m angekommen hatten dennoch alle ein breites Grinsen im Gesicht. Zur Belohnung gab es ein reichhaltiges Mittagessen und einen Pool zum Entspannen. Unterm Strich ist es auf dem Mountainbike dann doch weniger gefährlich als in einem zweieinhalb Meter breiten Bus mit Gegenverkehr.

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Zurück in La Paz besuchten wir Paola in ihrer frisch eröffneten Crêperie. Der Kontakt zu ihr wurde durch Doro, einer Freundin aus Deutschland, hergestellt. Neben dem Probieren mehrerer leckeren Crêpe-Kreationen, sprachen wir auch über die aktuellen Wasserversorgungsprobleme in La Paz. Die Stadt wird aktuell von der stärksten Dürreperiode der letzten 25 Jahre heimgesucht, was auf den Klimawandel zurückzuführen ist. So sind die Gletscher zum großen Teil geschmolzen, die die Seen für die Wasserversorgung der Bevölkerung bisher gespeist haben. So wie ca. 400.000 andere Bewohner der Stadt, hatte auch Paola seit knapp einer Woche kein Frischwasser aus der Leitung, sondern wurde durch Tanklaster mit Wasser versorgt. Trotz der schwierigen Umstände, konnte der Betrieb der Crêperie aufrechterhalten werden und wir konnten uns von den Koch- und Backkünsten überzeugen lassen. Daher können wir allen La Paz-Reisenden den Besuch der Crêperie nur wärmstens ans Herz legen.

Link zur Crêperie

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