Chile – San Pedro – Antofagasta

San Pedro de Atacama ist ein kleines verschlafenes Nest in der Atacamawüste und bildet die Endstation der Touren durch die Salzwüste. Unsere drei Tage Aufenthalt dort nutzen wir zum Entspannen und Aktualisieren unseres Blogs. Die knapp 5000 Einwohner bestanden gefühlt zur Hälfte aus Touristen und so trafen wir auch einige bekannte Gesichter wieder. Da wir die meisten Attraktionen der Gegend wie Lagunen, Flamingos und Geysire bereits zur Genüge während unserer Uyuni-Tour gesehen hatten, beschränkten wir uns auf eine Besichtigung des Valle de la Luna.

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Ganz sportlich fuhren wir mit Mountainbikes in das 17 km entfernte Tal, das wegen seiner Sandflächen und Felsflanken an die Oberfläche des Mondes erinnert. Der Hinweg gestaltete sich mit Gegenwind und leichtem, aber konstantem Anstieg als durchaus anstrengend und wir waren froh, in den Salzhöhlen (Caverna de Sal) kurz hinter dem Parkeingang etwas Schatten zu finden. Nachdem wir uns bis zu den drei steinernen Mariengestalten vorgearbeitet hatten suchten wir uns eine gute Position um den Sonnenuntergang überm Valle de la Luna beobachten zu können. Spätestens mit der pastellfarbenen Beleuchtung der blauen Stunde bekamen wir das Gefühl, dass dieser Ort unmöglich auf unserem Planeten liegen kann.

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Unser zweiter Stopp in Chiles Norden war in Antofagasta. Normalerweise machen Reisende einen Bogen um die Bergarbeiterstadt, die mit ihrem großen Frachthafen ein Umschlagszentrum für die Kupfererze und Nitrate aus der umliegenden Atacamawüste ist. Wir hatten uns allerdings für eine Besichtigung der Teleskope der europäischen Südsternwarte 120 km südlich von Antofagasta angemeldet und wollten die Stadt als Ausgangspunkt für den Besuch nutzen. Zwei Übernachtungen konnten wir bei Pablo und seiner Freundin Silvia verbringen, die wir über die Couchsurfing-Plattform kontaktiert hatten und die uns großzügiger Weise ihr Gästezimmer überließen. Positiv überrascht waren wir von den Stränden der Stadt, sodass wir uns zwei Strandtage im Dezember gönnten. Die Wassertemperatur des Pazifik war mit knapp 20 °C angenehm frisch.

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Für den Ausflug zum Very Large Teleskop am Cerro Paranal mieteten wir uns ein Auto, da es keine öffentliche Busverbindung gibt. Das Observatorium liegt auf 2600 m und ist nur 12 km vom Meer entfernt. Durch die Höhenlage bleiben die Wolken an der Pazifikküste und der Standort eignet sich wegen sehr trockene Luft und schwacher Lichtverschmutzung optimal für die Beobachtung von Himmelskörpern. In einer dreistündigen Tour wurden wir durch eines der vier VLT geführt, besuchten das Kontrollzentrum und das Hotel für die Wissenschaftler.

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Die Spiegel der Very Large Teleskope haben einen Durchmesser von 8,2 m und lassen sich über jeweils 150 Punkte hydraulisch adaptieren. Dies ist notwendig um Effekte der Schwerkraft, Verfahrbewegungen und der Atmosphäre auszugleichen. Der Atmosphäreneinfluss wird mittels Laserstrahlen bestimmt, die künstliche Leitsterne erzeugen. Darüber hinaus ist es möglich alle vier Teleskope zusammen zu schalten und mittels Interferenz die Auflösung der Messungen zu erhöhen. So kombiniert ließen sich theoretisch die Scheinwerfer eines Autos auf dem Mond unterscheiden.

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Nach dieser eindrucksvollen Führung wollten wir die guten Bedingungen und die Lage nutzen und stellten in einigen Kilometern Entfernung zum ersten Mal unser Zelt auf. Nachdem sowohl die Sonne, als auch der Mond untergegangen waren begannen wir damit möglichst schöne Aufnahmen des Sternenhimmels der Südhalbkugel zu machen.

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Aus der Rubrik „kulinarische Eindrücke“:

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