Chile – Valparaiso – Santiago

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Es gibt weltweit kein Land, das mehr Breitengrade abdeckt als Chile und da wir bis zur Südspitze Patagoniens vordringen wollten hatten wir bereits zu Beginn unserer Reise zwei Inlandsflüge gebucht. Der erste davon brachte uns von Antofagasta in die 1000 Kilometer südlich liegende Hauptstadt Santiago. Noch am selben Abend nahmen wir einen Bus in die Hafenstadt Valparaíso und bezogen mit dem Muffin Hostel eine gemütliche Unterkunft mit einer großen, offenen Gemeinschaftsküche. Allerdings wurden wir am nächsten Morgen bereits um 6:00 Uhr durch den lautstarken Aufbau des Obst- und Gemüsemarkts geweckt, welcher sich direkt unter dem Hostel befand. Ein Marktstandbesitzer schien leider auch der Meinung zu sein, seinen Umsatz durch laute Musik und lateinamerikanische Rhythmen aus großen Lautsprechern ankurbeln zu können. So starteten wir halb ausgeschlafen unsere Erkundung der Hafenviertel. Valparaíso hat einige goldene Zeiten erlebt, aber auch schwierige Momente, wie diverse Erdbeben oder die Eröffnung des Panamakanals, wodurch die Stadt von den Routen vieler Handelsschiffe verschwand. Aber genau die Kombination aus altem Prunk und aktueller Verwahrlosung machen den Charme dieser Stadt aus. Zusammen mit den vielen bunt bemalten Häusern und Graffitis ergibt sich so die wohl fotogenste Stadt Chiles.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Auf dem YouTube-Kanal „Fotoschnack“, dem wir gerne und regelmäßig folgen, diskutieren die beiden Fotografen Patrick Ludolf und Gunther Wegner über aktuelle Trends, Techniken und ihre Fotoreisen. So erfuhren wir, dass Paddy im selben Zeitraum wie wir Station in Valparaíso macht und anschließend die Taufe und erste Fahrt eines neuen Containerschiffs für ein Fotoprojekt begleitet.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bereits von Weitem sah man das mächtige Schiff der neuen Panamaklasse, von dem die deutsche Reederei Hapag-Lloyd passend zur Eröffnung des erweiterten Kanals fünf Stück in Südkorea geordert hatte. Voll bestückt mit 4000 nagelneuen, weißen Kühlcontainern lag es bereits bei unserer Ankunft im Hafen. Spontan schrieben wir Paddy eine E-Mail und freuten uns ziemlich über seine Zusage auf ein Nachmittagsbier. Zwei Tage später trafen wir uns bei bestem Wetter in einem hübschen Café und erfuhren noch viele weitere Details zu dem Schiff, welches mittlerweile auf den Namen Valparaíso-Express getauft war. Es soll es gefrorenen Fisch, Obst und Gemüse in bis zu 10.500 Zwanzigfuß-Containern von der Westküste Süd- und Mittelamerikas nach Europa bringen.

Der Nachbarstadt Viña del Mar statteten wir ebenfalls einen Besuch ab, da sich dort schöne und saubere Strände an die Pazifikküste schmiegen. Leider war an diesem Tag aufgrund von starkem Wind und hohen Wellen das Baden im Meer nicht erlaubt, sodass wir uns mit dem Bad in der Sonne begnügten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Zurück in Valparaíso nutzen wir die zahlreichen Aufzüge und Treppenstufen um die hügelige Stadt weiter zu erkunden und uns an den farbenfrohen Häusern und interessanten Motiven zu erfreuen. So brachten uns die engen Gassen und Treppen auch in spürbar ärmlichere Stadtviertel mit vielen verfallenen Hütten und einfachen Behausungen. Hier wurden wir dann auch durch aufmerksame Anwohner auf die Gefahren der Gegend hingewiesen und zum Umdrehen aufgefordert. Ohne Zwischenfälle erreichten wir unser Hostel und verließen wenige Stunden später die Pazifikküste in Richtung Santiago.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

In der Hauptstadt verbrachten wir nur einen Tag, an dem wir bei einer Stadttour teilnahmen und so die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorgestellt bekamen. Das Zentrum selber war mit seinen Banken und Regierungsgebäuden sehr steril und erst der Ausgeh- und Partybezirk Bella Vista ließ erahnen, welche Potenziale die Stadt noch geboten hätte.

Bei der Stadtführung waren noch ein Pärchen aus Südtirol und ein Backpacker aus Israel, die beide an ihrem ersten Tag in Santiago Opfer von Diebstählen geworden waren. Während dem Israeli in der Metro sein Handy aus seiner Hosentasche geklaut wurde waren die beiden Italiener direkt hinter dem Busbahnhof „versehentlich“ mit Farbe bespritzt worden und in der sich anschließend bildenden Menschenmenge fehlte plötzlich einer der Rucksäcke. Damit wurden wir wieder daran erinnert wieviel Glück wir bisher hatten, dass wir von solchen Vorkommnissen verschont geblieben sind und werden weiterhin wachsam bleiben.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Kulinarisch bedeutete Valparaíso vor allem viel Fisch und Meeresfrüchte. In Santiago aßen wir typisch chilenisches Fastfood, denn die Chorrilliana besteht aus Pommes, angebratenen Zwiebeln und Rindfleisch.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s