Brasilien – Der Süden

Die letzten drei Wochen unserer Reise führten uns in den Süden Brasiliens, der mit einsamen Inseln, dichtem Dschungel und wunderschönen Stränden aufwartete. Von den Iguazu-Wasserfällen aus brachte uns ein Nachtbus auf die Halbinsel Florianópolis im Bundesstaat Santa Catarina.

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Unser Hostel lag eingebettet zwischen dem See Lagoa da Conceicao und einer Dünen- und Sumpflandschaft, die zum Sandboarden genutzt wurde. Die beiden Strände Praia Mole und Praia da Joaquina waren zu Fuß innerhalb von einer Stunde zu erreichen. Hier konnten wir ordentlich Sonne tanken und versuchten uns im Wellenreiten, was in Jonathans Fall in einer Rippenprellung endete. So wie die deutschen Urlauber im Sommer in den Süden nach Italien, Frankreich und Spanien fahren, zieht es die Argentinier in den wärmeren Süden Brasiliens. Dementsprechend trafen wir in erster Linie Touristen aus Argentinien und Uruguay und konnten uns noch länger als erwartet auf Spanisch verständigen.

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Ein besonders schöner Strand kann von der kleinen Stadt Pantano do Sul erwandert werden. Ein gut beschilderter Pfad führt einen durch den Regenwald an den Strand an der Lagoinha de Leste. Da die Südamerikaner recht fußfaul sind, verirren sich nur wenige Touristen in diese Bucht.

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Die nächste Station auf unserer Route war die riesige Metropole Sao Paulo. Sie ist das wirtschaftliche Herz Brasiliens und beherbergt über 22 Millionen Menschen in der Metropolregion. Wir verabredeten uns mit Luiz, einem Paulista, den wir noch von unserer Machu Picchu Tour kannten und ließen uns durch den Hochhausdschungel führen. Abends besuchten wir ein Restaurant mit Spezialitäten aus der Bahia Region, die nördlich von Rio liegt und deren Küche noch den größten indigenen Einfluss zeigt. Allgemein ist das brasilianische Essen durch die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen geprägt. Europäer kamen als Einwanderer, während Afrikaner als Sklaven auf den großen Zuckerrohrplantagen arbeiten mussten. Dazu kam die Küche der indigenen Ureinwohner.

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Weiter der Küste folgend erreichten wir eine Insel, die uns von allen Brasilianern empfohlen worden war, die Ilha Grande, Brasiliens grünste Insel. Hier gibt es keine privaten Autos aber im Gegenzug unzählige weiße Strände mit glasklarem Wasser und einen dichten Dschungel der die Insel überzieht. Da unser Bus verspätet war fuhren keine offiziellen Schiffe mehr auf die Insel. Zum Glück waren wir nicht die einzigen mit diesem Problem, so dass sich unter der Organisation eines Pärchens aus Sao Paulo schnell eine Gruppe bildete, mit denen wir ein kleines Motorboot mit ortskundigem Käptain buchten.

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Weil wir während der Überfahrt so eine gute Zeit hatten verabredeten wir uns für den folgenden Tag für eine weitere Bootstour, die uns um die halbe Insel und zu sechs tollen Stränden führte. Hier gelang es uns mehrere Mal unsere Drohne vom Boot aus starten und landen zu lassen, sehr zur Freude der brasilianischen Badegäste, die anscheinend noch nie so ein Fluggerät zu Sehen bekommen hatten.

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Am nächsten Tag wanderten wir mit unserer Reisegruppe an den Strand Lopes Mendes, der schon seit Jahren in die Top 10 der schönsten Strände Brasiliens gewählt wird. Von den Anstrengungen der Wanderung auf engen Wegen erholten wir uns mit dem Saft selbstgeernteter Kokosnüsse. Als wir anschließend in der Brandung des Atlantiks die Wucht der über einen Meter hohen Wellen genossen, sahen wir plötzlich ein brasilianisches Pärchen in unserem Alter nicht weit von uns um Hilfe rufen. Kurz entschlossen schwammen wir zu ihnen um dann festzustellen, dass sie sich in einer starke Rückströmung vom Ufer befanden und nun keine Chance mehr hatten den Strand zu erreichen. Nachdem sich das Mädchen durch unsere Anwesenheit etwas beruhigt hatte versuchten wir die Rettungsschwimmer auf uns aufmerksam zu machen und zusammen gegen die Strömung anzuschwimmen – erfolglos. Als wir die Rettungsschwimmer am Strand herbeieilen sahen, überließen wir die beiden den Profis und schafften es unter Aufwendung aller Kraft den über uns brechenden Wellen zu entkommen. Ohne die Rettungsschwimmer hätten wir nicht viel für die beiden tun können… Nach diesem dramatischen, aber glücklich endeten Ereignisses kochten wir abends zusammen mit unserer Gang und wurden in die Kunst des Caipirinha Zubereitens eingeweiht. Ganz wichtig: nie braunen, immer weißen Zucker verwenden und natürlich spiel die Wahl des Zuckerrohrschnapps (Cachasse) eine entscheidende Rolle.

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Am folgenden Tag machte sich der harte Kern unserer Reisegruppe auf den Weg zum Dorf Parnaioca. Der Trail führte uns 20 km lang durch dichten atlantischen Urwald. Tiere ließen sich kaum blicken, aber die Geräuschkulisse war einmalig. Ein einziges Zirpen, Schreie von Affen und verschiedenster Vögel war teilweise schon unheimlich laut. Das Ziel bestand lediglich aus einem Strand und drei Campingplätzen, auf denen man nur wenige Meter von der Brandung entfernt sein Zelt aufschlagen konnte. Strom gab es nur zwischen 20 und 22 Uhr und die einzige Speise die man bestellen konnte war frischer, frittierter Fisch mit Bohnen und Reis. Neben dem einsamen Strand gab es noch einen kleinen Wasserfall am Rand der Ortschaft, der als Süßwasserdusche diente. Nach diesem Ausflug in die Wildnis brachte uns ein Schnellboot ans Ufer wo bereits ein Sprinter mit dem Ziel Rio de Janeiro auf uns wartete.

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