Brasilien – Rio de Janeiro

Mit Rio de Janeiro hatten wir uns ein echtes Highlight als letztes Ziel unserer Südamerikareise ausgesucht. Ein Schnellboot und ein Kleinbus brachten uns von der Ilha Grande direkt zu unserem Hostel in der Nähe des berühmten Strands Ipanema. Von hier aus erkundeten wir in einer knappen Woche lang die Stadt, die von Buchten mit langen weißen Sandstränden und dicht bewachsenen Hügeln aus Granitgestein geprägt wird. Die beiden bekanntesten Hügel sind der Zuckerhut und der Corcovado mit der Christusstatue.

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Ein großes Problem in Rio sind Diebstähle und Überfälle, von denen sich statistisch gesehen alle drei Minuten einer ereignet. Uns fiel sofort die starke Polizeipräsenz im Zentrum und vor allem an den beiden großen Stränden Copacabana und Ipanema auf. Spätestens seit den sportlichen Großereignissen Fußball Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen sind diese Gebiete ziemlich sicher. Dennoch verzichteten wir meist darauf die teure Fotoausrüstung bei uns zu führen und waren abends nur in Gruppen unterwegs.

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Auch unser Freund Luiz war von Sao Paulo nach Rio gekommen und machte mit Niko eine Motorradtour durch die umliegenden Hügel und Aussichtspunkte, während ich mit Freunden aus dem Hostel einen entspannten Strandtag einlegte. Allgemein schien Rio eine ganz besondere Anziehungskraft auszuüben. Ein deutscher Backpacker aus unserem Hostel verschob seinen Rückflug um drei Wochen, um noch mehr Zeit in der Stadt verbringen zu können und Luiz entschied sich kurzerhand ebenfalls länger zu verweilen und in unserem Hostel als Aushilfskraft anzufangen.

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Rio ist natürlich auch für sein wildes Nachtleben bekannt, dass spätestens zum Karneval die Stadt in eine einzige Partyhochburg verwandelt. Für den richtigen Karneval Ende Februar waren wir leider zu früh in der Stadt, aber die Cariocas, wie die Einheimischen genannt werden, bereiten sich quasi ganzjährig in sogenannten Blocos auf die fünfte Jahreszeit vor. Dazu trifft man sich am Wochenende abends in Parks und auf öffentlichen Plätzen und tanzt zur Livemusik einer Samba-Gruppe. Mit unseren Freunden Andrea, Breno und Fernando, die wir auf unserer Uyuni-Tour in Bolivien kennengelernt hatten, verabredeten wir uns zu einem der größeren Pre-Karnevalsfesten im Parque dos Patins an der Lagoa Rodrigo de Freitas und wurden nicht enttäuscht. Selbst als es anfing zu regnen wurde die Stimmung nicht schlechter. Ganz im Gegenteil, die Leute freuten sich über die willkommene Abkühlung nach einem Tag mit 35 °C und drückend hoher Luftfeuchtigkeit.

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Nachdem das Wetter an den ersten Tagen unseres Aufenthalts etwas bewölkt gewesen war nutzen wir sonntags die guten Bedingungen und ließen uns via Seilbahn auf den Zuckerhut fahren. Auf einer Höhe von fast 400 m hat man eine grandiose Aussicht auf die Stadt und wir ließen von einem abgelegenen und ruhigen Bereich aus unsere Drohne steigen. Allerdings waren wir hierbei sehr vorsichtig, da gerne Hubschrauber für touristische Touren um den Zuckerhut kreisen.

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Am nächsten Tag erkundeten wir mit einer Stadtführung das Zentrum von Rio und gelangten zu den berühmten Treppen in Lapa. Der Künstler Jorge Selarón begann hier 1990 die, aus über 250 Stufen bestehende Treppe mit bunten Fliesen zu verschönern. Seine Arbeit wurde schnell so bekannt, dass Menschen von überall auf der Welt anfingen ihm Kacheln zuzuschicken oder mitzubringen. So konnten wir auch viele Kacheln aus unserer schwäbischen Heimat entdecken.

Kulinarisch enttäuschte uns die Stadt natürlich auch nicht, auch wenn man für wenig Geld eigentlich nur landestypisches Fast-Food bekam oder selber kochen musste. Zu erstgenanntem zählt Coxinha und das Pão de Queijo. Coxinha sind faustgroße und tropfenförmige, teigummantelt und frittierte Hühnerbällchen. Pão de Queijo sind kleine Bällchen aus Maniokmehl und Käse. Wir besuchten auch ein auf Churrasco spezialisiertes Restaurant, in dem Rindfleisch direkt vom Grill serviert wird. Außerdem machten wir zusammen mit Luiz in unserem Hostel Tapioka-Fladen. Tapioka ist eine mehlartige Stärke der Maniokwurzel, wobei die Fladen mit Käse oder Kokosraspeln gefüllt und gewürzt werden. Im Anschluss machten wir eigene Frucht-Cocktails und Caipirinha. Mit der Feijoada probierten wir die klassisch brasilianische Hausmannskost. Es handelt sich um einen Eintopf aus Bohnen, Schweine- und Rindfleisch, in den ursprünglich auch gerne Zunge und Schweineohren eingearbeitet wurden.

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Durch die vielen Unternehmungen verging die Zeit wie im Flug und plötzlich war auch schon das Datum der Rückreise erreicht. Frühmorgens machte sich Niko noch auf, um die letzte Möglichkeit eines Besuchs auf dem Corcovado zu nutzen. Von der Christusplatform auf dem Berggipfel bietet sich die beste Aussicht über weite Teile der Stadt. So überblickt man die zahlreichen Stadtviertel mit Meerzugang sowie den Zuckerhut, das ehrwürdigen Maracanã -Stadion, die Tribünenstraße Sambódromo, wo jährlich die besten Sambaschulen der Stadt zum Karneval ihre Tänze aufführen, die Lagoa Rodrigo de Freitas und das Zentrum Rios. Hier verwundert es nicht, dass die Erbauer 1931 diesen Standort für die 30 Meter hohe Christusstatue gewählt haben.

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Nach einem kurzen Vormittag am Strand nahmen wir ein Uber (Taxi-App) zum Flughafen und konnten noch einen Blick auf eine Anzeigentafel erhaschen, die die aktuelle Temperatur mit 39 °C anzeigte. Es erwartete uns also ein ordentlicher Temperatursprung in den deutschen Winter. Von Rio aus brachte uns ein kurzer Flug mit schöner Aussicht auf Rio im Sonnenuntergang nach Sao Paulo, bevor wir den Anschlussflug nach Frankfurt bordeten. Hier mussten wir uns von einem grandiosen Kontinent verabschieden, der uns in den letzten drei Monaten eine extrem spannende Zeit, tolle Erlebnisse und viele neue Freunde beschert hatte. Wir hoffen auch, dass ihr – unsere Leser – immer viel Spaß mit unserem Blog hatten und wir ein bisschen Reiselust in euch geweckt haben. In Deutschland erwartet uns jetzt zuerst einmal das Berufsleben, aber die nächsten Abenteuer werden sicher bald geplant!

Viele Grüße,

Nikolas und Jonathan

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